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Rote Freitage zu Feminismus und Antifaschismus

Im März 2010 gibt es beim Roten Freitag zwei Termine.
Zunächst anlässlich des Internationalen Frauentages(5.3.) eine Veranstaltung dazu, warum die Frauenfrage mit der Forderung nach Gleichberechtigung nicht beendet ist. Der zweite Termin(19.3.) ist eine Woche vor dem jährichen Bombenholocaust-Marsch der Nazis in Lübeck, aber etwas allgemeiner gehalten zum Thema Antifaschismus und wieso man sich mit Demokraten dagegen immer die falschen Bündnispartner einhandelt.

Zur Kritik der DDR

Anlässlich der bundesdeutschen Jubelfeierlichkeiten zu Maueröffnung und Wiedervereinigung Deutschlands reagiert auch die linksradikale Szene mit Demonstrationen, Workshops und Podiumsdiskussionen.

Einst machte sich auch die Marxististische Gruppe daran aus der DDR noch wenigstens etwas zu retten. Aus der Geschichte wissen wir, dass das leider eher wenig erfolgreich war. Zur Kritik der DDR möchte ich deshalb zunächst auf eine Sammlung von Audio-Mitschnitten zu Referaten bei Neoprene hinweisen und schließlich noch auf eine Vortragsmitschrift, die ich hier eigentlich in ihrer Gänze bloggen wollte, jedoch die Technik mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht hat:

Marxismus – Anpassungslehre oder Kritik?
(Vortrag von Peter Decker, Sommer 1990 in Ostberlin)

Es geht – die Ankündigung geht ja auch in die Richtung – es geht um ein ganz grundsätzliches Mißverständnis, was es bei Marx zu lernen gäbe. Ein grundsätzliches Mißverständnis, in dem sich eigentümlicherweise der Osten und der Westen einig sind. Ich gehe in ein westliches Soziologieseminar und lerne dort, der Marx war ein großer Soziologe: er war der erste, der sich getraut hat, grundsätzliche und allgemeine Gesetze des menschlichen Zusammenlebens aufzustellen, leider stimmen sie nicht, aber ein theoretischer Entwurf von größter Faszination ist sein Werk immer noch. Ja, leider ist es längst widerlegt, aber so schön hat niemand mehr es zusammendenken können wollen sich getraut. Die Politik, das Recht, die Außenverhältnisse, das Denken, sogar die Kultur: alles aus dem selben Grund erklärt, wunderbar, nach Hegel der letzte echte System-Entwurf. Leider, es geht nicht auf. Die Ostler, die Gralshüter des Marxismus-Leninismus, seit Engels, jeder von ihnen und jeder Nachfolger schlimmer als der vorherige: Endlich sind die sozialen Wünsche, die Leiden der Menschen, und ihre Wille, sie abzuschaffen, keine Utopie mehr, endlich ist es Wissenschaft, und die Wissenschaft besteht darin, daß Marx die notwendigen und unvermeidlichen Entwicklungsgesetze des menschlichen Zusammenlebens entdeckt hätte, und das schaffte dem Sozialisten die Gewißheit, daß er mit seinem Unmut über Ausbeutung, über Kriege, über universelle Dummheit, nicht auf dem falschen Dampfer ist. Ost und West sind sich in einer Sache einig bei der Betrachtung von Marx: Der hat die Gesetze der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft. Man merkt schon, kein Objekt mehr, es ist die reine Soziologie. Das kriegt man dann am Rande schon noch mit in unseren Soziologieseminaren: Ja stimmt, hauptsächlich hat er sich mit dem Kapitalismus beschäftigt, aber das interessanteste an ihm ist, daß er eine Theorie gemacht hat, die keineswegs nur über den Kapitalismus geht, sondern von der Urgesellschaft über die Sklavenhalterei, das Römische Reich, den Feudalismus, bis heute, daß er eine notwendige Entwicklungslinie zeichnet, deren Gesetze unvermeidlicherweise zum Kommunismus führen. Im Westen wie im Osten – man ist sich dessen sicher: Der Mann hat eine Geschichtsphilosophie betrieben. Die ganze Geschichte in ein Gedankensystem gezwängt, gebracht. Und das sei seine große Leistung. Ich sage: Da haben sie sich ganz grundsätzlich getäuscht. Und ich sage gleich dazu: eine Täuschung der der alte Idiot Marx schlimm Vorschub geleistet hat! So, das war ein Vorwort. (mehr…)

Die FAU ist keine Gewerkschaft

Wer schon immermal wissen wollte, was eine Gewerkschaft nicht ist, dem sei ein Blick zum Kino Babylon und dem dortigen Arbeitskampf empfohlen. Dort wurde nämlich gerade die „Freie ArbeiterInnen Union“ als nicht-Verhandlungspartner für derlei Geschichten vom Landgericht Berlin klargestellt und Ver.Di damit der Rücken gestärkt.

Renate Dillmann in der Diskussion über China mit zwei DDR-Kommunisten

Den Mitschnitt zur Podiumsdiskussion bei der jungen Welt über die Volksrepublik China gibt es jetzt bei archive.org
Diskutiert hat Renate Dillmann vom GegenStandpunkt mit den zwei DDR-Kommunisten Helmut Peters und Rolf Berthold, die alle drei neuerlich Bücher zum 60.Jahrestag der VR veröffentlicht haben.

Für die letzten Tage des Jahres

…und fürs neue Jahr kann man sich ja schonmal den 22.Januar in den Kalender eintragen. Da wird beim Roten Freitag über Integration geredet, die dank Thilo Sarrazin ja wieder hoch im Kurs stand vor einigen Wochen.

Integration – was meint das?

Eine nationale Diagnose: Fremdstämmigen fehlt es daran grundsätzlich
Eine Klarstellung: Das schätzt die Nation an ihren Eingeborenen
Ein Angebot der Politik an „Menschen mit Migrationshintergrund“, das die nicht ablehnen dürfen

Washington, Peking und Kopenhagen wollen die Klimadebatte zum Teufel jagen!

Am nächsten Dienstag findet in der FU Berlin wieder ein Vortrag statt, der zur Reihe Politikwissenschaftliche Referate und Diskussion des Sozialreferats beim örtlichen AStA gehört. Das Thema ist die aktuelle Klimadebatte.

Wie der Kapitalismus das Klima versaut und worum die Staaten sich streiten – Ideologien und Wahrheiten über die Naturzerstörung durch den globalisierten Kapitalismus

Referent: Dr. Rolf Röhrig
Ort: Silberlaube Hörsaal 1A, Freie Universität, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin (U-Bhf Thielplatz)
Zeit: Dienstag, 15.12.2009
Beginn: 18:00 Uhr

Seit Jahrzehnten rechnen Wissenschaftler vor, dass die zunehmende Erderwärmung durch Treibhausgase verheerende Folgen zeitigen wird. Dürren hier und Überschwemmungen dort machen das Leben von Abermillionen auf dem Globus auf neue Weise zu einer unsicheren Sache. Als Ursache dafür gilt in der Öffentlichkeit gemeinhein nicht das weltumspannende kapitalistische Wachstum, das seit jeher die Atmosphäre als kostenlose Müllkippe für seine diversen Emissionen nutzt, sondern der Mensch.
Die Staaten, die auf ihrem Standort das Wachstum des Kapitals wollen und befördern, hat das alles nie beeindruckt. Erst eine nationale Bilanz eigener Art hat sie hellhörig gemacht. Der Klimawandel ist womöglich teuer und trägt allein Deutschland bis 2050 an die 330 Milliarden Verluste ein. Während sich der Mensch mit der Rolle des Verursachers bescheiden muss, darf also das Geschäft als prominentes Opfer des Klimawandels aufmarschieren, den es selbst herbeiführt.
Seitdem tobt ein erbitterter Streit in der Staatenwelt um die Frage, wer wem Klimaziele und moderne Technologie wie Windräder oder Solarzellen aufherrschen kann, die die eigene Konkurrenzposition im Weltgeschäft nicht schmälern, sondern befördern, auf Kosten der anderen eben. Gleichzeitig betreiben selbsternannte Klimapäpste wie Bundeskanzlerin Merkel eine Energiepolitik, bei der brandgefährliche Atommeiler und gewaltige Dreckschleudern wie neue Braunkohlekraftwerke bequem Platz finden zwischen den ökologischen Windrädern.
Ein deutlicher Hinweis darauf, dass unter dem Firmenschild „Klimaschutz“ ein etwas anderes Projekt verfolgt wird als die Rettung des blauen Planeten vor den eigenen Emissionen. Die fossilen Energieträger sind nämlich nicht nur endlich, sondern durch die neue Weltlage seit dem amerikanischen Antiterrorkrieg engültig unsicher geworden. Energie ist der universelle Schmierstoff der kapitalistischen Ökonomien und deswegen unter den Staaten ein Streitgegenstand, der sogar das Zeug zum Kriegsgrund hat. Eine weltkrisenfeste Energiebasis der Nation muss also her, natürlich im Namen des weltweiten Klimawandels und der betroffenen Menschheit.
Insofern täuscht sich der Protest gegen den Klimagipfel, der der großen Politik Verantwortungslosigkeit in Klimafragen vorhält und sie so an ihre eigentlichen Pflichten erinnern will. Der Staat erlegt zwar täglich anderen Pflichten auf, vom Autofahrer bis zum Hartz IV-Empfänger, steht aber selbst nicht in der Pflicht. Schon gar nicht gegenüber bloß eingebildeten Menschheitszielen auf der politischen Agenda wie dem Klimaschutz.

Kulla will Böller und bunte Raketen

Zum China-Vortrag findet sich nun ein Bericht bei Classless-Kulla. Inhaltlich scheint er alles zu teilen, denn seine Kritik beschränkt sich auf das Festhalten eines zu monotonen und leisen Redestils. Vielleicht kann er zu dem Rest aber auch nicht viel sagen, hat er ja die Veranstaltung, laut Hören-Sagen, schon nach nichtmal 1/3 der Zeit verlassen. Unterschiedliche Kreise meinen, dass er sich zu einem neuerlichen Mfg-Wagnis aufmachte, aber leider kann man dazu keine seiner zahlreichen Abenteuergeschichten lesen.

Nochmal zum Mitschreiben

Politikwissenschaftliches Referat. Die freie Journalistin, Autorin und an der Evangelischen Fachhochschule Bochum Lehrende Renate Dillmann stellt ihr neues Buch vor. Unter dem Titel „China: Ein Lehrstück“ beschäftigt sie sich mit der Entwicklung der Volksrepublik, wie und wieso diese Dritt-Welt-Bewegung unter Führung der KP vom staatssozialistischen Projekt zu einer „neuen“ Art Kapitalismus wurde. An diesem Abend soll neben dem Referat auch noch Platz für eine breite Diskussion um die Thematik gelassen werden. Organisiert wird die Veranstaltung von der Gruppe Kein Kommentar im Hauptgebäude der HU (Unter den Linden 6, Raum 1072). Eintritt frei.

Unterschiedlichen Quellen nach beginnt die Veranstaltung entweder um 18.30 Uhr oder bereits eine Viertelstunde früher um 18.15 Uhr.

China-Veranstaltung mit Renate Dillmann

Wie neoprene bereits ankündigt, gibt es Ende November die Vorstellung des Buches „China – Ein Lehrstück“ von Renate Dillmann. Die Veranstaltung findet am 26.11. im Hauptgebäude der Humboldt-Universität (Unter den Linden 6) statt. Beginn ist um 18 Uhr in Raum 1072.

Besserscheitern zu Wendy



Besserscheitern trauert um seinen Liebling Wendy und gibt ihn nur widerwillig den überprüften Argumenten hin. Eine Lovestory!