Siiiiiiiiilvio

Der gestrige Trauermarsch in Berlin zu Ehren Silvio Meiers mit so rund 2000 Leuten war der wohl langweiligste seit langem. Immerhin kam man so mit einigen Freunden und Bekannten wieder zusammen. Diese Demo ist halt irgendwie Pflichttermin.
Traurigerweise ist so ziemlich nichts passiert. Nicht mal die üblichen Polizeiprügelorgien gab es. Das aber find ich gut. Ansonsten wirklich total die tote Hose. Keine Nazis, nichts. Immerhin hatten sie eine Art Gegenmobilisierung versucht und dafür ziemlich peinliche A4 & A5-Seiten ausgedruckt und verklebt. OHO! Die sehr langweilige Lautimoderation, rundete schließlich den Eindruck eines Trauermarschs ab. Dazu gab es dann auch noch IRA-Folklore, was die Älteren wohl sehr erfreut haben mag.

Nun, was gibt es sonst zu sagen? Achso ja. Hammerschlechter Antifa-Aufruf, was mich aber nicht so sehr gewundert hat und doch umso trauriger ist. Traurig deshalb, weil alles schlechte, was man erwartete, auch bestätigt wurde.
Die Headline der Demo „Aus Trauer wird Wut“ war dann angesichts der eigentlichen Parole „Wut & Trauer zu Widerstand“ auch nur ein schlechteres Remake.
Nun zum interessanten Teil des Tages, riefen doch am Abend einige nette Parties. Ab 18 Uhr wurde locker vorgeglüht, ehe es nach Mitte zu so einer richtig schönen Studentenparty ging. Der Gastgeber empfing alle mit einem herzlichen Foto bei Betreten der Wohnung und fiel mir schon halb in die Arme, weil auch er seit 18 Uhr vorgeglüht hatte, dass dann wohl aber ein bisschen ausgelassener als ich. Angenehmerweise war auch wieder der leckere ukrainische Wodka am Start, sodass nach einem Cocktail und einigen Bieren endlich der härtere Alkohol aufgenommen werden konnte. Zum Runterspülen gab es dann den klassischen Wodka-O. Gegen halb 1 taumelten dann einige Gestalten mit mir laut gröhlend Richtung Alexanderplatz und dann nach Friedrichshain. Ordnungsgemäß fand natürlich noch der Stress mit anderen Betrunkenen in der U-Bahn statt, den wir dank Bierflasche am Hals anfassen-Bedrohungsszenario für uns entschieden! :D
In F‘hain wars dann allerdings nicht ganz so klasse und ich machte mich wieder zurück zur Studentenparty, die inzwischen wesentlich voller geworden war. Der Großteil meiner Kommilitonen war jedoch nicht mehr anwesend oder lernte das andere Geschlecht kennen, weshalb es mich erstmal auf den Dancefloor zog. Trotz nicht annähernd vorhandener elektronischer Musik, zappelte ich dann aber doch ganz gut rum, ehe es mir zu langweilig wurde und ich gen zu Hause fuhr.
Seit langem mal wieder in der Bahn eingepennt, fuhr ich natürlich zu weit.
Warum wacht man eigentlich, wenn man im Suff in der Bahn eingeschlafen ist, IMMER eine oder zwei Stationen nach der, wo man raus muss, auf?
Irgendwann hatte ich es dann aber doch zum richtigen Bahnhof geschafft. Auf den letzten Metern zur heimeligen Haustür ließ ich mich schließlich noch darauf ein, einige Schneeengel und andere Zeichen in das frisch gefallene Weiß zu machen.

Ich habe heute keinen Kater, es geht mir gut, doch da wo ich mich im Schnee gewälzt hab, muss wohl drunter ne Menge Sand gewesen sein, meine Klamotten sind nämlich gut dreckig.
Letztes Jahr hats übrigens pünktlich zur Silvio Meier-Demo & -Party auch angefangen zu schneien.(->Grüße gehen nach Spanien.)

Nächste Woche noch so‘n Suff, das wird geil!

[Update]:
Über meine Referer-Anzeige erfuhr ich soeben, dass ich auf Platz 2 bei Google bin, wenn man nach was die antifa genau will sucht. Nun frage ich mich, wer soetwas googelt?! ^^

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3 Antworten auf “Siiiiiiiiilvio”


  1. 1 lustiger molch 24. November 2008 um 3:24 Uhr

    Du siehst ja aus wie ein Kindsgesicht! Krass, ich dachte du wärst Student, aber du siehst aus wie ein Kindsgesicht!!!

  2. 2 rockstar 24. November 2008 um 16:11 Uhr

    1.folgerst du tatsächlich aus der bezeichnung „student“ irgendwelche genetischen züge?

    2.beziehst du deine aussage auf das bild mit dem schneeengel?

    3.was willst du uns jetzt inhaltlich damit sagen?

  1. 1 alle jahr wieder… « im*moment*vorbei Pingback am 24. November 2008 um 0:01 Uhr

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